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Marcel Suter Donnerstag, 17. Dezember 2020 von Marcel Suter

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Auch Ostermundigen sagt JA

Wenig Gegenstimmen und ein klares Schlussresultat

Der Grosse Gemeinderat von Ostermundigen entschied sich so, wie es die Voten der Rednerinnen und Redner von Anfang an vermuten liessen: einstimmig für die Aufnahme von Fusionsverhandlungen. Dagegen sprach sich lediglich die SVP aus. Ihr Rückweisungsantrag verlangte, dass die Gesamtprojektkosten auszuweisen seien. In der Schlussabstimmung enthielt sie sich jedoch der Stimme, so dass 30 Parlamentarierinnen und Parlamentarier dem Geschäft zu Null zustimmten.

«Wenn man von Steve Jobs verlangt hätte, dass er die Kosten für die Entwicklung von Anfang an beziffert hätte, gäbe es heute kein iPhone.»
Christian Zeyer, SP

«Um die Folgen besser abschätzen zu können, müssen wir in Fusionsverhandlungen gehen.»
Martina Wagner, EVP/CVP-Fraktion

«Wir verlangen volle Kostentransparenz – deshalb stellen wir den Rückweisungsantrag.»
Hanspeter Friedli, SVP

«Die Zeit ist reif, Ostermundigen ist bereit.»
«Wir können künftig im Lebensraum Bern mehr mitbestimmen.»
Matthias Kuert, SP

«Wir können erst am Schluss der Fusionsverhandlungen sagen, ob sich eine Fusion mit Bern lohnt.»
Cédric Luyet, GLP

«Die FDP begrüsst den Aufbruch zu dieser denkwürdigen Wanderung – manche sagen auch Gratwanderung – als richtig und wichtig.»
Christoph Leiser, FDP

«Eine Fusion ist gestaltbar. Das ist der zentrale Punkt, der uns in den nächsten zweieinhalb Jahren fordern wird.»
Thomas Iten, Gemeindepräsident Ostermundigen

Bern und Ostermundigen machen den nächsten Schritt

Mit dem positiven Entscheid des Grossen Gemeinderats Ostermundigen hat eine Woche nach dem Berner Stadtrat eine zweite Legislative ja gesagt zu Fusionsverhandlungen. Damit werden Ostermundigen und Bern in die sogenannte Entscheidphase des Projekts Kooperation Bern treten, an deren Ende Volksabstimmungen stehen werden.

«Als nächstes werden wir die Detailplanung im 1. Quartal 2021 verfeinern und ab April 2021 mit den Projektarbeiten starten», sagt Gemeindepräsident Thomas Iten.

Eigentlich sind auch in Bolligen, Frauenkappelen und Kehrsatz Gemeindeversammlungen im März 2021 vorgesehen, doch hat der Gemeinderat von Bolligen letzte Woche beschlossen, aus den Verhandlungen auszusteigen - ohne Gemeindeversammlung. Auch Bremgarten hat bereits seinen Verzicht erklärt. Der Gemeinderat von Frauenkappelen wird seinen Bürgern an der ausserordentlichen Gemeindeversammlung beantragen, keine Verhandlungen zu führen. So wird auch Kehrsatz nach dem neuesten Entscheid des Gemeinderats vorgehen. In beiden Gemeinden werden jedoch die Stimmberechtigten über die Fusionsverhandlungen entscheiden.

Wir denken Bern vorwärts!

Marcel Suter Donnerstag, 10. Dezember 2020 von Marcel Suter

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Der Berner Stadtrat sagt JA zu den Fusionsverhandlungen

Der nächste Schritt ist getan

Der Berner Stadtrat hat am Donnerstagabend mit grosser Mehrheit und auch dank der Unterstützung der Bern-NEU-gründen-Mitglieder im Stadtrat (Patrizia Mordini, Ingrid Kissling-Näf, Claudine Esseiva, Brigitte Hilty-Haller) der Aufnahme von Fusionsverhandlungen zugestimmt. Der nächste zukunftsweisende Schritt liegt beim Grossen Gemeinderat Ostermundigen. Er wird am 17.12.2020 über Frage der Fusionsverhandlung abstimmen

Der erste Teil der Debatte hatte bereits stattgefunden, heute folgte nun der zweite Teil mit der Abstimmung, in der sich die Mitglieder des Berner Stadtrats mit 51 zu 2 Stimmen für die Aufnahme von Fusionsverhandlungen aussprachen. Kritische Stimmen waren nur selten zu hören, der Rückweisungsantrag der BDP/CVP wurde klar zurückgewiesen.

«Kooperation Bern ist ein zentrales Dossier für die Weiterentwicklung der Stadtregion Bern.» «Ich bitte euch alle, diesem Jahrhundertprojekt zuzustimmen.»
Ingrid Kissling-Näf für die Fraktion SP/Juso und Vorstand Bern NEU gründen

«Eine Fusion mit Ostermundigen macht für die Stadt Sinn.»
«Wir haben hier ein historisches Projekt vor uns. (...) Wir werden als Stadtregion Bern in der Schweiz ein anderes Gewicht haben.»
«Es ist ein guter Zeitpunkt für Fusionsverhandlungen. Ostermundigen hat Bereitschaft für eine Fusion gezeigt.»
Patrizia Mordini für die SP/Juso-Fraktion, Vorstand Bern NEU gründen

«Wir sehen aber auch das Risiko einer potenziellen Steuererhöhung.»
Lionel Gaudy für die BDP/CVP

«Wir sehen Vorteile bei Verkehr, Planung und Wirtschaft.»
«Wichtig ist, dass die lokalen Eigenheiten weiter Platz haben.»
«Mein Appell an Ostermundigen: Überlegt euch gut, ob ihr der Fusion mit Bern mit einer rot-grünen Mehrheit zustimmen wollt.»
Janosch Weiyermann, für die SVP-Fraktion

«2024 für gemeinsame Wahlen in Bern und Ostermundigen ist für mich völlig unrealistisch.»
Beat Feuz, für die SVP-Fraktion

«Es wird kein Grossbern geben, es wird realistischerweise aus Bern-Ostermundigen herauskommen.»
Michael Hoekstra, GLP

«Es ist viel gearbeitet worden für dieses Projekt.»
«Die Teilnehmenden sehen grossen Chancen in einer Fusion.»
«Die Workshops zur Partizipation haben sich bewährt und wir werden sie weiterführen.»
Alec von Graffenried, Stadtpräsident und Mitglied Bern NEU gründen

Wo stehen wir – und wie geht es weiter?

Mit dem positiven Entscheid zu Fusionsverhandlungen des Berner Stadtrats hat eine erste Gemeinde die erste Phase des Projekts Kooperation Bern abgeschlossen – die Machbarkeitsphase. Nun folgt als zweite Phase, die Entscheidphase – sofern neben Bern mindestens eine weitere Projektgemeinde ja zu Fusionsverhandlungen sagt.

Als nächstes ist Ostermundigen am 17.12.2020 am Zug. Eigentlich sind auch in Bolligen, Frauenkappelen und Kehrsatz Gemeindeversammlungen im März 2021 vorgesehen, doch hat der Gemeinderat von Bolligen heute beschlossen, aus den Verhandlungen auszusteigen - ohne Gemeindeversammlung. Auch Bremgarten hat bereits seinen Verzicht erklärt. Der Gemeinderat von Frauenkappelen wird seinen Bürgern an der ausserordentlichen Gemeindeversammlung beantragen, keine Verhandlungen zu führen. Offen scheint noch Kehrsatz zu sein.

Eine starke Stadtregion Bern ist gut für den ganzen Kanton Bern und die ganze Schweiz.

Marcel Suter Dienstag, 25. August 2020 von Marcel Suter

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Was braucht es, um die Leute zu begeistern? Mitgliederversammlung 2020

Zwischen dem Zukunftsprojekt Bernapark und der Vision, die Gemeinden der Region Bern zu einer Stadt zusammenzuschliessen, gibt es viele Parallelen. Im öffentlichen Teil der gestrigen Mitgliederversammlung des Vereins Bern NEU gründen in der ehemaligen Kartonfabrik Deisswil ging es letztlich um die Frage, wie sich Menschen für eine Idee begeistern lassen.Wer mehr von der Mitgliederversammlung erfahren will, dem/der legen wir das Video ans Herz, das unser neues Vorstandsmitglied Markus Kämpfer produziert hat.

Kaum ein Ort in der Region Bern wäre passender für eine Veranstaltung des Vereins Bern Neu gründen, als die einstige Kartonfabrik Deisswil, die 2010 Konkurs ging und wo zurzeit ein «urbanes Quartier im Grünen» entsteht. «Hier verbinden wir Stadt und Land, Jung und Alt, Arbeit, Wohnen und Freizeit», sagte sein Initiator Hans-Ulrich Müller während der Führung durch das Gelände.

Müller und Müller auf dem Podium
«Es ist sicher einfacher, ein Projekt von ganz unten nach oben zu bringen, als wenn bereits ein gewisses Niveau besteht», antwortetet Müller auf eine entsprechende Frage von Regula Rytz, Co-Präsidentin von Bern NEU gründen in der anschliessenden Podiumsdiskussion. Dem pflichtete sein Namensvetter Bänz Müller bei. Der Gemeindepräsident von Wohlen musste letztes Jahr in einer Umfrage der Fachhochschule Bern nur ungern erfahren, dass die Bewohnerinnen und Bewohner seiner Gemeinde nicht an einer Fusion der Region Bern interessiert waren. Für ihr steht die Fragen im Zenturm, «wie bringt man die Leute aus der Komfortzone, damit es ihnen in zehn Jahren besser geht».

Alec von Graffenried beurteilt das Thema der Gemeindefusion als abstrakt und schwer zu vermitteln: «So etwas funktioniert nur über Begeisterung», kam der der Berner Stadtpräsident zum Schluss und sein Ostermundiger Amtskollege Thomas Iten fragte: «Was braucht es, um die Leute zu begeistern?» Seine Antwort: ein konkretes Projekt, wie zum Beispiel die Gestaltung des Aussenraums des Bärenareals, «bei dem die Leute mitreden konnten».

Am Ende der Veranstaltung dankte Regula Rytz den Teilnehmenden des Podiums mit YB-Truffes und zog dabei den Vergleich mit dem Thema des Abends: «Jahrelang hat YB verloren – und jetzt ist die Begeisterung da!»

Mitgliederversammlung: drei neue Gesichter im Vorstand

An der ordentlichen Mitgliederversammlung blickte Co-Präsidentin Regula Rytz auf ein Vereinsjahr 2019/2020 zurück, das von Corona geprägt war. Veranstaltungen wie zum Beispiel das «Fondueessen ohne Drachenboot» mit den Gemeindepräsidentinnen und -präsidenten der Region mussten abgesagt und die Mitgliederversammlung verschoben werden.

Die Rechnung schloss mit einem Überschuss von CHF 6801,76 ab, wie Vorstandsmitglied Thomas Stauffer bekanntgab. Damit verfügte der Verein per Ende 2019 in der Bilanz über ein Vermögen von CHF 22'934,18. Auch für 2021 ist ein Überschuss im Budget vorgesehen. Der Schwerpunkt der Aktivitäten wird auf der aktiven Unterstützung des Prozesses «Kooperation Bern» (u.a. mit einer Social Media-Kampagne) liegen.

Die Mitgliederversammlung wählte neu Melanie Mettler, Markus Kämpfer und Dominik Mösching in den Vorstand.

Melanie Mettler wohnt in Bern und ist Nationalrätin der GLP. Sie hat einen Doktortitel in Anglistik und arbeitet als Geschäftsleiterin von Compasso (Nationales Netzwerk Arbeitsmarktfähigkeit, Inklusion und Eingliederung).

Markus Kämpfer ist alt Gemeindepräsident von Frauenkappelen, FDP-Mitglied und Inhaber der wetbasement GmbH.

Dominik Mösching kommt aus Bern. Er ist Mitglied der SP Bern Nord und Dr. rer. soc. HSG Organisations- und Kulturwissenschaften und arbeitet als Personal- und Organisationsentwickler bei der Stadt Bern.

Bern NEU gründen legt Wert auf eine parteipolitisch ausgewogene Zusammensetzung des Vorstands. Der Zusammenschluss in der Stadtregion Bern ist ein überparteiliches Thema, das von Links bis Rechts breit vertreten wird.

Nach beinahe zehnjähriger Tätigkeit ist

Patrick Moser aus dem Vorstand zurückgetreten. Er kümmerte sich mit grossem Engagement und viel digitaler Präsenz um die Social-Media-Kanäle des Vereins. Bern NEU gründen dankt ihm herzlich für seinen grossen Einsatz!

Berner Stadtrat - Interfraktionelles Postulat: Chancen der Fusion nutzen

Die beiden Vorstandmitglieder von Bern NEU gründen Ingrid Kissling und Claudine Esseiva haben in ihrem interfraktionellen Postulat vom 14. Mai 2020 im Berner Stadtrat verlangt, dass mögliche Gemeindefusionen als Chance für die Erneuerung der Stadtverwaltung genutzt werden. Die fusionierte Stadtverwaltung soll dabei neu digital aufgestellt und der Kontakt zwischen Bevölkerung und Verwaltung modernisiert (Stichwort e-democracy, citizen science) werden. Die beiden Stadträtinnen erachten dafür eine digitale Strategie oder Roadmap als notwendig. Das Postulat ist bis anhin nicht beantwortet worden.

    Der Bern NEU gründen-Tipp: Städte stecken voller Geschichten - gleichzeitig, widersprüchlich, überlappend und untrennbar miteinander verbunden. Die virtuelle Ausstellung Living the City erzählt diese Geschichten und zeigt, wie vielfältig urbane Lebensräume im 21. Jahrhundert sind.

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